Wasserelektrolyse mit niedrigstem Energieaufwand
(Professor Kanarev, in Krasnodar, Russland)

"Wasser wird der Hauptenergieträger zukünftiger Energieerzeugung sein" (Kanarev)


Wissenswertes über den Forscher Kanarev und seine Arbeit

Dr.Philipp Kanarev ist Chairman der Abteilung "Theoretische Mechanik" an der staatlichen Kubanischen Landwirtschaftsuniversität in Krasnodar, Russland.
Er hat eine Methode der Wasser-Plasma-Elektrolyse entwickelt, die er als die optimale Art ansieht, auf preiswerte Art Wasserstoff aus Wasser zu gewinnen. Seine Erkenntnisse wurden 1987 jedoch weder in den Medien noch in der Patentliteratur publiziert. Man war der Meinung, seine Forschung läge im Bereich militärisch-industrieller Nutzung und so wurde seine Erfindung geheimgehalten und nicht veröffentlicht.
Zu der Zeit interessierte er sich besonders für die Reinigung und Desinfektion von Wasser mit Hilfe des Plasmas, das in seinem Reaktor entstand. Zwei Jahre danach gaben die Wissenschaftler Stanley Pons und Martin Fleischmann (USA) bekannt, dass es ihnen gelungen sei, überschüssige Energie mit einem speziellen Elektrolyseverfahren zu gewinnen. Dadurch wurden neue Forschungsvorhaben diesseits und jenseits des früheren "Eisernen Vorhangs" in Gang gebracht. 1996 veröffentlichte einer von Kanarevs Co-Autoren, mit denen er schon1987 ein Verfahren erarbeitet hatte, Ergebnisse zum Energieüberschuss im Plasmaprozess.
Im darauffolgenden Jahr wurden von ihnen die Patente dazu eingereicht.  In der Folge überprüfte dann eine Gruppe russischer Wissenschaftler das Gerät und dokumentierte den Ausstoß daraus.
Technisch versierte Leser können mehr über Kanarevs Theorie in seinen Büchern lesen, z.B. über die Krise der theoretischen Physik. Das Interessante daran ist: Die Resultate der plasma-elektrolytischen Experimente  wurden von seiner Theorie bereits vorrausgesagt.


Was ist das Besondere an dieser Zelle?
Professor Kanarev hat dabei eine neue Form der Elektrochemie aufgezeigt, die sehr viel mehr Wasserstoff erzeugen kann als es die konventionelle Elektrolyse je konnte.  Er sagt, wenigstens 10 mal mehr, aber seine Messergebnisse haben gezeigt, dass mehr als 4000 mal (!) soviel Wasserstoff erzeugt wird, als die elektrische Inputleistung vermuten lassen würde.
Er hat auch dann noch eine beträchtliche Wasserstoffproduktion gemessen, nachdem seine Elektrolysezelle abgeschaltet war und erwähnt das Auftreten von Schaum wie bei einer "Joe-Zelle" der dritten Stufe.



Beschreibung zum Bild:
Die dargestellte elektrolytische Zelle hat ein spitzulaufendes Gehäuse aus stromleitendem Material (Metall) und wird als Kathode benutzt. Zusätzliche, spitz zulaufende Elektroden und die spitz zulaufende Abdeckung sind aus stromleitendem Material und werden als Anode benutzt. Die Bodenplatte des Gehäuses ist zylindrisch und in den zusätzlichen Elektroden und der Abdeckung sind kreisfürmige Aussparungen für dielelektrische Ringe. Das Gehäuse, die Elektroden und die Abdeckung sind durch Bolzen miteinander verbunden, die in Löchern in zylindrischen Grundplatten stecken. Die Isolation zwischen Anode, zusätzlichen Elektroden und Kathde wir durch dielektrische Ringe, Unterlegscheiben und Lager abgesichert. Die elektrolytische Lösung wird aus einem Vorratsbehälter in den Elektrodenzwischenraum zugeführt. Die Gase entweichen durch eine Seitenröhre. Die dargestellte Zelle kann für eine Polarisierung der Ionen aus der Flüssigkeit und der Wassermolekülre in horizontalen und vertikalen Ebenen benutzt werden, in dem sie so ein positives Potential auf der Anode und ein negatives auf der Kathode formen, bevor man an die Zelle elektrische Spannung anlegt. Der Prozess der Gastrennung läuft nach dem Abschalten der Spannung weiter.


Ausschnitt aus:
Wasserelektrolyse mit niedrigem Stromverbrauch

von Ph. M. Kanarev
(übers. U.Sackstedt)

In den letzten Jahren ist das Interesse an Wasserstoffenergie gestiegen. Das erklärt sich daraus, dass Wasserstoff ein unerschöpflicher und umweltfreunldicher Energieträger ist. Diesen Vorteilen steht  jedoch der große Energieverbrauch für seine Herstellung gegenüber. Die meisten modernen Elektrolysegeräte verbrauchen 4 kWh pro Kubikmeter dieses Gases. Der Elektrolyseprozess findet bei einer Spannung von 1.6 bis 2.0 Volt bei Dutzenden und Hunderten von Ampere statt. Wenn 1 Kubikmeter Wasserstoff verbrannt wird, kommen dabei 3.55 kWh Energie heraus.

Viele Labors auf der ganzen Welt beschäftigen sich damit, den Energieverbrauch für die Wasserstoffproduktion aus Wasser zu reduzieren, aber bis jetzt gibt es keine bdedeutenden Fortschritte. Ganz nebenbei existiert aber ein geldsparender Prozess der Zerlegung von Wassermolekülen in Wasserstoff und Suerstoff bereits in der Natur. Dieser findet bei der Photosynthese der Pflanzen statt. Dort werden Wasserstoffatome aus dem Wasser abgespalten und als verbindende Glieder beim Aufbau organischer Moleküle benutzt, wobei der anfallende Sauerstoff in die Umgebungsluft abgegeben wird.

Es ergibt sich nun die Frage: Ist es möglich, einen elektrolytischen Prozess der Wasserzerlegung in Wasserstoff und Sauerstoff technisch nachzubilden, so wie er in der Photosynthese stattfindet? Bei der Suche nach der Antwort auf diese Frage ist man nun auf die einfache Anordnung einer Zelle gestoßen, in welcher der Prozess bei einer Spannung von 1.5 bis 2.0 Volt  zwischen der Anode und der Kathode bei einem Stromfluß von 0.02 Ampere abläuft.

Die Elektroden dieser Zelle bestehen aus Stahl. Das hilft dabei, Phänomene zu vermeiden, welche bei der galvanischen Zelle auftreten. Trotzdem tritt ein Potentialunterschied zwischen den Elektroden von knapp 0.1. Volt bereits in völliger Abwesenheit einer elektrolytischen Lösung auf. Gibt man diese dann hinzu, steigt der Potentialunterschied an. Der Pluspol der Ladung erscheint dann immer an der oberen Elektrode, der negative an der unteren. Wenn man Impulse aus einer Gleichstromquelle zuführt, steigt der Gasausstoß an.


Weil das Labormodell einer Niedrigstrom-Elektrolysezelle nur kleine Mengen von Gas erzeugt, ist die Definitionsmethode des Lösungsmengenwechsels während des Experiments und der weiteren Berechnung des erzeugten Wasserstoff- und Sauerstoffausstoßes die zuverlässogste Methode der Mengenbestimmung.

Es ist bekannt, dass ein Gramm-Atom der atomaren Masse des Stoffes äquivalent ist, ein Gramm-Molekül dagegen der molekularen Masse des Stoffes. So entspricht z.B. das Gramm-Atom von Wasserstoff im Wassermolekül dem Gewicht von zwei Gramm, das Gramm-Atom des Sauerstoffatoms dagegen 16 Gramm. Das Gramm-Molekül von Wasser ist dann gleich 18 Gramm. Die Wasserstoffmasse in einem Wassermolekül ist 2 x 100 / 18 = 11.11%, die Sauerstoffmasse ist 16 x 100 / 18 = 88.89%. Dieses Massen- bzw. Mengenverhältnis von Wasserstoff zu Sauerstoff finden wir in einem Liter Wasser. Das bedeutet, dass 111.11 Gramm Wasserstoff und 888.9 Gramm Sauerstoff in 1000 Gramm Wasser enthalten sind.

Ein Liter Wasserstoff wiegt 0.09 g, ein Liter Sauerstoff wiegt 1.47 g. Das bedeutet, dass es möglich ist, 111.11 / 0.09 = 1234.44 Liter Wasserstoff und 888.89 / 1.47 = 604.69 Liter Sauerstoff aus einem Liter Wasser zu gewinnen. Daraus ergibt sich, dass ein Gramm Wasser 1.23 Liter Wasserstoff enthält. Der Energieverbrauch für die Produktion von 1000 Liter Wasserstoff beträgt 4 kWh und für einen Liter demnach 4 Wh. Da es möglich ist, 1.234 Liter Wasserstoff aus einem Gramm Wasser zu gewinnen, werden also 1.234 x 4 = 4.94 Wh für die Wasserstoffproduktion aus einem Gramm Wasser benötigt.

Wer mit Kanarev Kontakt aufnehmen will, kann das tun:

Ph.M. Kanarev
The Kuban State Agrarian University
13, Kalinin Street, 350044 Krasnodar
Russia
E-mail: kanphil@mail.ru