Die magere Bilanz von Biogas

„Landwirtschaft im Wandel“ – „Bauern werden Energiewirte“ – Alternative Energien im Vormarsch“ ... so und ähnlich liest man es fast täglich in der Presse und bekommt das Gefühl, hier befände sich die zivilisierte Menschheit nun endlich auf dem Ausweg aus all ihren selbstgemachten Krisen.

Dabei wird übersehen, dass all diese „Energiewunder“ überhaupt keine sind, da die jeweilige Bilanz von hineingesteckter und herauskommender Energie äußerst dürftig ausfällt. Nehmen wir also einmal das giftige Biogas (Methan), früher auch als Sumpfgas bekannt. Dieses Gas wird zu einem großen Prozentsatz entweder aus Grassilage oder aus Maissilage hergestellt. Legt man Berechnungen des Kieler Instituts für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung zu Grunde, so erkennt man leicht, dass hier nur ein Wirkungsgrad von etwas über 30 Prozent (bei einer installierten Leistung der Anlage von 500 kW) erreicht wird. Dabei ist der Einsatz primärer fossiler Energie, die man z.B. für die Produktion des zum Einsatz kommenden mineralischen (Kunst-) Düngers sowie für Transport (Diesel) benötigt, bereits eingerechnet. Diese schlechte Energiebilanz entspricht etwa dem, was herkömmliche Kraftwerke zu leisten im Stande sind, mehr nicht.
Mit der Erzeugung von Biogas wird nicht nur ein Naturstoff missbraucht, der eigentlich der Nahrung zu dienen hätte, sondern es werden falsche Erwartungen geweckt, wenn man Bauern damit zu "Energiewirten" stempelt.
Landwirte, wehrt Euch gegen diese Entwicklung!


Herkömmliche Gülle ist gefährlich.
Auch die Verwendung von Gülle zur Biogasgewinnung ist abwegig, denn mit richtig behandelter Gülle läßt sich hervorragend düngen. Nur die bisher praktizierte Methode tötet die Bodenlebewesen durch ihren ätzenden chemischen Charakter. Schon der entsetzliche Gestank herkömmlicher Gülle macht deutlich, daß hier etwas nicht stimmt.
Würde man dagegen Gülle mit Frischluft belüften, so entstünde aus anaerober Gülle (G. ohne Luft) eine lebewesenverträgliche, aerobe (belüftete) Gülle, die nicht mehr bestialisch stinkt. Der aus der Luft zugeführte Sauerstoff oxidiert die schädlichen Substanzen mit Hilfe von Bakterien zu mineralischen, pflanzenverträglichen Stoffen - ganz wie in der Kläranlage.

Belüftungsanlagen für diese Zwecke gibt es seit Jahrzehnten, nur werden sie wegen der zusätzlichen Kosten nicht eingesetzt. Ein horrender Irrweg, der die Volkswirtschaft durch Vergiftung des Grundwassers und des Bodens sowie betroffener Oberflächengewässer ungeheure Summen kostet und obendrein Krankheiten verursachen kann. Aber die Pharmaindustrie hat natürlich einen Vorteil davon: Es werden wieder chemische Medikamente benötigt.  Die Krankenkassen, also auch das Volk, bezahlen dafür. Wie kann so etwas sein?

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